Typisch Herbst

Die Herbsttagundnachtgleiche markiert den kalendarischen Herbstanfang nach astronomischer Definition. Auf der Nordhalbkugel fällt sie in den September, südlich des Äquators in den März. Das genaue Datum ist in diesem Jahr ist Freitag, der 23. September, 22:02 Uhr.

Ein schöner Anlass übrigens für eine »Start-in-den-Herbst«-Aktion, bei der das Regio-Label »Ich bin von HIER!« effektiv in Szene gesetzt werden kann. Werbemittel wie beispielsweise Plakate mit Herbstware gibt es im Blumengroßmarkt.

Der Herbstanfangsmonat, also der September, gilt als die Zeit zwischen zwei Jahreszeiten. Tagsüber ist es oft noch herrlich sommerlich, Abende und Nächte bringen aber schon recht kühle Temperaturen. Diese Wochen mit einer oft stabilen, angenehmen Wetterlage nennen wir auch Altweibersommer. Nein, es sind keine letzten schönen Sonnentage für ältere Damen. Vielmehr führt uns der Begriff zurück in die germanische Mythologie. Mit dem Wort »weiben« bezeichnete man das Knüpfen von Spinnennetzen. Und diese finden wir ab etwa September vor allem morgens sehr häufig, wenn in ihnen viele Tautropfen glitzern. Auch im ersten richtigen Herbstmonat, dem Oktober, zeigt sich oft noch herrlicher Sonnenschein. Das sind die Tage des Indian Summer.

Saisonal und regional vom Blumengroßmarkt

Wie jede Jahreszeit ist auch der Herbst mit einem ganz bestimmten, der Natur entliehenen Farbspektrum verknüpft. Goldenes Gelb, erdiges Orange, brennendes Rot und warmes Erdbraun sind die wichtigsten Nuancen der dritten Jahreszeit. Hinzu kommen die unverzichtbaren Grünt.ne des Bei- und Blattwerks, der tragenden, flächigen Formen, der aufstrebenden Gräser, des »Füllmaterials«. Es steht jetzt eine breite Palette unterschiedlicher Schnittblumen und Fruchtstände und Blätter in den warmen Farbtönen zur Verfügung. Vieles davon kommt aus regionalen Erzeugerbetrieben. Das warme Farbspektrum steuern aber auch viele Exoten bei. Strelitzien beispielsweise oder die unvergleichlichen Proteen, allen voran Leucospermum, die Nadelkissen Proteen.

Rund und charmant

Zu den »Typisch Herbst«-Blumen aus den Erzeugerbetrieben gehören viele Korbblütler mit runden Blütenformen. Laut Aussagen von Psychologen wirkt rund charmant und sympathisch. Klar, denn es eckt nirgendwo an.

Sonnenblumen

Sonnenblumen symbolisieren bis in den Spätherbst hinein durch das weithin leuchtende Gelb die sonnigen Tage des Jahres. Vielleicht ein Grund dafür, warum der Schriftsteller Oscar Wilde Ende des 19. Jahrhunderts in London die Sonnenblume als Symbol für das »Aesthetic Movement« (die Ästhetische Bewegung) wählte. Zur Produktpalette zählen sowohl klein- als auch großblütige Sorten. Der Unterschied zwischen »klein« und »groß« ist dabei (ursprünglich von den Veilingen in den Niederlanden) genau festgelegt: Sonnenblumen mit einem Blütendurchmesser zwischen 5 und 15 Zentimeter gehören zu den kleinblütigen, solche zwischen 15 und 30 Zentimeter zu den großblütigen Sorten.

Interessante Vergangenheit

Sonnenblumen haben eine interessante Vergangenheit, die sich bis in das Jahr 3.000 vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen lässt. Historische Belege fand man beispielsweise in Nordamerika im Mississippital. Insbesondere die Indianer sahen in den Sonnenblumen eine heilige, ehrwürdige und gnadenreiche Pflanze. Vielleicht kannten sie bereits die mannigfaltige Verwendbarkeit und den Nutzen ihrer einzelnen Bestandteile. Es war bei ihnen Sitte und Brauch, die Häupter der Jungfrauen mit Sonnenblumen zu schmücken.

Chrysanthemen

Chrysanthemen gehören in das »Typisch Herbst«-Sortiment, denn bei ihnen handelt es sich um sogenannte Kurztagpflanzen. Erst wenn die Länge von Tag und Nacht gleich sind, beginnen die Pflanzen, Blütenknospen zu bilden. Das ist zwischen dem 20. und 23. September der Fall. Anschließend dauert es sechs bis neun Wochen, bis sich die Blüten öffnen. Das kann der Gärtner ausnutzen und die Blüte der Pflanzen steuern. Die Dauer der Belichtung kann man natürlich auch im Gewächshaus steuern, so dass Chrysanthemen grundsätzlich das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Das Chrysanthemen-Sortiment auf dem Blumengroßmarkt ist vielfältig. Es gibt Blüten, die an Anemonen erinnern, Deko-Chrysanthemen, Pomponformen, Spinnen, löffelartig und einfach blühende Formen. Das Farbspektrum reicht von Weiß bis ins tiefe Violett, umfasst Pastellnuancen und leuchtende Töne. Die Blütengrüße liegt je nach Sorte zwischen einem und bis zu 14 Zentimeter oder mehr.

Tradition & Symbolcharakter

In Europa gehören Chrysanthemen zu den beliebtesten Blumen. Vor allem im Herbst sind viele Sorten als blühender Schmuck für Gärten, Terrassen, Balkone oder die Wohnung begehrt. Chrysanthemen sehen nicht nur attraktiv aus, sie sind auch Blumen mit »Tiefgang«, denn sie haben eine lange Tradition und Symbolcharakter. In ihrer fernöstlichen Heimat China kann die Chrysantheme auf eine fast zweitausend Jahre alte Geschichte zurückblicken. Als diese Pflanze im 19. Jahrhundert durch die Kolonialmächte Frankreich und England nach Europa eingeführt wurde, war sie unseren Vorfahren von Bildern, als Motiv auf chinesischen Tüchern, Porzellan und aus der Literatur bekannt. In unseren Breiten wird die Chrysantheme heutzutage als reine Ziergartenpflanze oder als farbenfrohe Schnittblume gesehen.

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